Prozess, Verfahren und Produktion

Herstellung runderneuerter Reifen für LKW- und Bus

Was bedeutet „Herstellung runderneuerter Reifen“?

Die Herstellung runderneuerter Reifen beschreibt ein industrielles Verfahren, bei dem eine geeignete Nutzfahrzeug‑Karkasse geprüft, aufbereitet und mit einer neuen Lauffläche versehen wird. Im Unterschied zur Neureifenproduktion wird kein kompletter Reifen neu aufgebaut; stattdessen bleibt die tragende Karkasse erhalten und bildet die technische Basis für den weiteren Runderneuerungsprozess.

Warum TIAXON ausschließlich Kaltrunderneuerung einsetzt

TIAXON setzt bewusst ausschließlich auf die Kaltrunderneuerung, weil das Verfahren im Nutzfahrzeugsegment eine schonende, prozesssichere und ressourceneffiziente Herstellung ermöglicht.

Daraus ergeben sich im direkten Vergleich zur Heißrunderneuerung deutliche Vorteile ergeben:

Schonendere Prozessbedingungen

Der Verbund entsteht bei moderater Temperatur; das schont die Karkasse und reduziert Materialstress.

Prozessstabiler Verbund

Vorvulkanisierter, profilierter Laufstreifen + Bindegummi → reproduzierbarer, flächig gleichmäßiger Anpressdruck (Vakuum) und verlässliche Verbindung in der Vulkanisation.

Passgenauigkeit

Profil ist bereits im Laufstreifen definiert; die Geometrie bleibt über den Prozess konsistent.

Ressourcen- und energieeffizient

Weiterverwendung der Karkasse und geringere thermische Belastung senken Material- und Energieeinsatz.

Flexibel in der Profilwahl

Da keine Reifenformen benötigt werden, können beliebig unterschiedliche Laufstreifenprofile verarbeitet werden. Dadurch ergeben sich größere Variantenvielfalt, kürzere Reaktionszeiten und höhere Verfügbarkeit geeigneter Profile

Wie werden runderneuerte LKW- und Busreifen hergestellt?

Der Herstellungsablauf folgt einer klaren Prozesskette, die von der Eignungsprüfung der Karkasse bis zur Qualitätskontrolle reicht.

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Tiaxon sorgfältige Prüfung nach definierten Qualitätsstandards und Vorbereitung eines Nutzfahrzeugreifens für die professionelle Runderneuerung

Eingangskontrolle & Karkassenprüfung

  • Sichtprüfung auf Schnitte, Deformationen und Auffälligkeiten an Flanke/Wulst.
  • Maschinelle Prüfung mittels Shearografie, um innere Unregelmäßigkeiten sichtbar zu machen. Nur freigegebene Karkassen gehen in den nächsten Runderneuerungsschritt.

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Tiaxon Maschine bei der präzisen Bearbeitung eines Nutzfahrzeugreifens im Produktionsprozess für langlebige und leistungsstarke Reifenlösungen

Vorbereitung an der Raumaschine

  • Die Karkasse wird auf eine Felge gespannt und mit Luft gefüllt. Mithilfe einer computergesteuerten Raumaschine wird der alte Laufstreifengummi millimetergenau abgetragen.

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Tiaxon Mitarbeiter bei der Bearbeitung eines Nutzfahrzeugreifens im Prozess der Runderneuerung

Karkassen-Reparatur

  • Manuelle Ausarbeitung von Schadstellen
  • Entfernung von Rost oder überstehen Drähten

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Tiaxon Mitarbeiter prüft und bearbeitet einen runderneuerten Nutzfahrzeugreifen in der Produktionsanlage zur Sicherung von Qualität und Laufleistung

Belegen am Extruder

  • Aufbringen von Bindegummi bzw. Untergummi zur Haftvermittlung und Oxidationssperre.
  • Passgenaues Zuschneiden des vorvulkanisierten Laufstreifens (Profilrohling) mit Ihrem Wunschprofil und Belegen.

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Tiaxon Produktionsanlage mit Nutzfahrzeugreifen in der Fertigungslinie zur Herstellung langlebiger und leistungsstarker Reifenlösungen für den professionellen Flotteneinsatz

Vulkanisation

  • Der belegte Reifen wird in einer Hülle luftdicht eingehüllt und vakuumiert.
  • Das Vakuum stellt flächigen Anpressdruck sicher, entfernt Lufttaschen und bereitet die Vulkanisation vor.
  • Die Vulkanisation erfolgt im Autoklav bei 110 Grad Celsius für 145 Minuten. Dadurch werden Laufstreifen und Unterbau untrennbar miteinander verbunden.

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Tiaxon Detailaufnahme eines runderneuerten Nutzfahrzeugreifens mit tiefem Profil für hohe Laufleistung, Grip und wirtschaftlichen Einsatz

Endkontrolle & Freigabe

  • Sichtkontrolle anhand definierter Standards
  • Kennzeichnung mit einzigartiger Seriennummer
  • Auffrischen der schwarzen Farbe für eine bessere Optik.

Kaltrunderneuerung im Detail

Bei der Kaltrunderneuerung wird die vorbereitete Karkasse mit einer Bindegummischicht versehen und ein vorvulkanisierter Laufstreifen aufgebracht; die anschließende Vulkanisation sorgt für die dauerhafte Verbindung. Das Verfahren ist standardisiert, prozessstabil und auf die Anforderungen von LKW‑ und Busreifen ausgelegt — mit Vorteilen in der prozessualen Reproduzierbarkeit und einem ressourcenschonenden Materialeinsatz.

Unterschied zur klassischen Reifenherstellung

Die Neureifenproduktion umfasst den kompletten Neuaufbau aller Komponenten. Die Herstellung runderneuerter Reifen nutzt die vorhandene Karkasse weiter; erneuert wird primär der Laufbereich. Das reduziert den Materialeinsatz, erhöht die Ressourceneffizienz und unterscheidet sich klar in den Produktionsschritten:

 
Prüfung → Aufrauen → neue Lauffläche → Vulkanisation → Endprüfung.

Neureifen
Vollständiger Neuaufbau aller Bauteile

TIAXON
Technische Wiederaufbereitung einer geeigneten Karkasse mit neuer Lauffläche im standardisierten Produktionsverfahren.

Nachhaltigkeit & Ressourcenschonung

Da ein wesentlicher Teil des Reifens — die Karkasse — weiter genutzt wird, sinkt der Rohstoffbedarf im Vergleich zum vollständigen Neuaufbau.

Die Runderneuerung unterstützt damit Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft im Nutzfahrzeugsegment. Aussagen zu CO₂‑Effekten erfolgen grundsätzlich prozessbezogen und ohne Produktversprechen.

FAQ – Herstellung runderneuerter LKW und Busreifen

Über eine kontrollierte Prozessfolge: Karkassenprüfung, Aufrauen, neue Lauffläche, Vulkanisation und Endprüfung (u. a. Rundlauf/Druck).

Kaltrunderneuerung nutzt einen vorvulkanisierten Laufstreifen, Warmrunderneuerung formt das Profil in der Vulkanisation. Beide sind etablierte Produktionsverfahren im LKW/Bus‑Bereich.

Neben der Sichtprüfung werden zusätzlich maschinelle Prüfungen (z. B. Shearografie) eingesetzt. Außerdem ist der ganze Runderneuerungsprozess nach ECE-Norm zertifiziert und wird regelmäßig durch den TÜV geprüft.

Die Karkasse bleibt erhalten; erneuert wird die Lauffläche. Dadurch unterscheiden sich Materialeinsatz und Ablauf grundlegend von der Neureifenproduktion.

Die Weiterverwendung der Karkasse unterstützt Rohstoffreduktion und Kreislaufwirtschaft, ein immens wichtiger Beitrag zur Nachhaltigkeit.